Was bedeutet Soliton?

Was bedeutet Soliton?

SOLITON (franz. von solitör – alleine stehend, alleine lebend)

Das Phänomen der Solitonen wurden erstmals 1834 von dem jungen Ingenieur John Scott Russell beschrieben. Russell ritt mehrere Kilometer neben einer etwa 10 Meter langen und etwa einen halben Meter hohen Wasserwelle, welche sich in einem engen schottischen Kanal ausbreitete, und beobachtete, dass sich deren Wellenform nur wenig veränderte.

Er erforschte das Phänomen weiter mit Hilfe eines Tanks in seiner Werkstatt. Dabei entdeckte er einige Schlüsseleigenschaften dieser Wellen:

  • Die Wellen können sich stabil über lange Distanzen fortsetzen.
  • Die Geschwindigkeit der Wellen hängt von der Größe der Welle und der Wassertiefe ab.
  • Anders als normale Wellen, vereinigen sie sich nicht. Eine kleine Welle wird von einer größeren überholt.
  • Wenn eine Welle zu groß für die Wassertiefe ist, teilt sie sich in zwei Wellen: eine Große und eine Kleine.

Es dauerte bis 1895 bevor das Phänomen auch theoretisch erklärt werden konnte. Dabei oblag es nicht allein Physikern und Mathematikern einen systematischen Zugang zu den Solitonen zu finden, sondern fand auch bald Eingang in die Geisteswissenschaften.

Zuletzt waren es VertreterInnen der sog. “Chaostheorie”, die Licht in’s Dunkel bringen wollten. Mit Hilfe Ihrer systemischen Denkansätze, konnten Solitone als ein Ergebnis von natürlichen Prozessen verstanden werden, bei denen aus scheinbar chaotischen Systemen eine stabile Ordnung erschaffen wird. Später konnten diese Theorieansätze auch zur Erklärung von Denkprozessen beim Menschen Anwendung finden.

Das Logo unserer Einrichtung symbolisiert diesen Hintergrund und soll für die Arbeit mit dem von uns betreuten Menschen verdeutlichen, dass wir neben dem oft zutage tretenden Alltagschaos den Dingen eine Richtung und dauerhafte Form geben möchten.

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